Malerei
Malerei

Vom Spiel der Formen zur Farbe der Gegenstände

Malerei ist Farbe

Farbe ist mir das Wichtigste in meiner Malerei.
In den gemalten Collagen, in den Papierarbeiten versuche ich, die verschiedenen Ausdrucksweisen  einer Farbe zu vermitteln mittels verschiedener Techniken wie Aquarell, Deckfarbe, Kreide, Stifte – also fließend, stehend, transparent, linear, verschiedene Papiere erhöhen die Vielfalt, allein eine Farbe gereicht so zu einer sehr variablen Ausdrucksbreite. Dazu dann noch das Wechselspiel der Farben miteinander.
Unruhe, Aufbruch, Bewegung werden sichtbar, gewinnen Bedeutung. Naturbeobachtungen, in denen ich feststellte, dass das Auge kaum drei Sekunden auf einen Punkt fixiert sein kann im noch so kleinen Ausschnitt, es bewegt sich hin und her, tastet ab, viele kleine Bilder ergeben so ein Ganzes. Und so spielt auch in meinen Bildern die Variation eines Themas, die Reihung verschiedener zusammengehöriger Bilder zu einem Ganzen, eine wichtige Rolle.
Das Thema kann eine bestimmte Landschaft sein, aber durchaus auch eine bestimmte Farbe.
Landschaftseindrücke, Gegenstände, Formen bearbeite ich in dieser Weise, ergänzend zu den Papierarbeiten auch auf größeren Leinwänden. Entstandene Ideen werden breiter ausgeführt, auch da: Etwas setzt sich zusammen.

Jutta Amsel

Jutta Amsel

In ihren neueren Arbeiten, ich nehme an, Worpswede ist da eine Art Schlüsselerlebnis gewesen, geht es lebhafter, und fantastischer zu. In den gemalten Collagen wird der Impuls unmittelbar umgesetzt in Farbe, die Form wird kleinteiliger, nervöser, feingliedriger, ein Austausch findet im Inneren des Bildes statt. Die Farben »reden« miteinander.

Nichts ist zurückgehalten oder ausgeklammert, es kommt alles vor, es kommt alles hinein, direkt, unter der Hand hinein, was die Malerin vorhat, spielerisch und ernst zugleich, sehr souverän und voller Einfälle.


Felicitas Frischmuth
Aus dem Atelierhaus-Buch Worpswede.

ACKERMANN   AMSEL   BISSIER    DIETRICH   DIX   FÄHNLE   FICUS    HECKEL   HERZGER   KIESS    SEIDEL   WACHTER   

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Vita

  • 1937 in Scheidegg geboren, Kindheit auf dem Lande und in der Stadt, Schulzeit in Stuttgart, auch dort erste Eindrücke durch zeitgenössische Malerei, Studium an der Akademie der bildenden Künste Stuttgart bei Heinrich Wildemann, später an der Akademie in München, seit 1964 freischaffend
    In dieser Zeit längere Studienaufenthalte am Untersee, in Griechenland, Italien, Irland und in Nordfriesland
  • 1973 bis 1975 Studium der druckgrafischen Techniken an der Accademia di Belle Art in Urbino, seit 1982 Wohnsitz in Lindau
    Von Januar bis Juli 1979 Gast im Atelierhaus in Worpswede
  • 1991 Reise in die USA
    Teilnahme an der Künstlerbegegnung der internationalen Bodensee-Konferenz in der Kunsthalle Wil (Schweiz)

Buchveröffentlichungen

  • 1982 »Lockrufe« gemalte Collagen mit Texten von Felicitas Frischmuth
  • 1992 »Vom Spiel der Formen zur Farbe der Gegenstände« – Begegnung mit einer Malerin
    Text Felicitas Frischmuth im Dussa-Verlag, Diessen

Einzelausstellungen

  • 1967 Bregenz, Palais Thum und Taxis
  • 1968 Ludwigsburg, Galerie 67
    Lindau, Rungesaal im Alten Rathaus
  • 1969 Göppingen, Galerie in Hailing
  • 1971 Stuttgart, Gedok-Galerie
  • 1973 Ravensburg, Schalterhalle der Kreissparkasse
  • 1975 Lindau, Rungesaal im Alten Rathaus
  • 1978 Ravensburg, Schalterhalle der Kreissparkasse
  • 1979 Reutlingen, Studio-Galerie, Hans-Thoma-Gesellschaft
    Überlingen, Städtische Galerie Fauler Pelz
  • 1981 Ravensburg, Schalterhalle der Kreissparkasse
  • 1982 Friedrichshafen, Hofener Galerie
    Worpswede, Philine Vogelerhaus
  • 1983 St. Wendel, Galerie im Zwinger
  • 1984 Ravensburg, Schalterhalle der Kreissparkasse
    Überlingen, Städtische Galerie Fauler Pelz
  • 1985 Berlin, Galerie in der Wendelinskapelle
  • 1986 Lindau, Schloßhof-Galerie, Schrade
  • 1987 Friedrichshafen, Hofener Galerie
    Sigmaringen, Galerie im Blauen Haus
  • 1988 Aktion auf dem Bodensee, »Kunst über Grenzen« (Amsel, Meug und Schleheck)
  • 1989 Aktion zum Bodensee-Festival, »Freiheit – Gleichheit – Schwesterlichkeit« (Amsel, Meug und Schleheck)
  • 1990 Sigmaringen, Galerie im Blauen Haus
  • sowie zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland